Die Menschen sind die Bank – LLB (Schweiz) AG

Larissa Groff 10.07.2026

5 Minuten

Joaillerie & Uhren
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Die Menschen sind die Bank – LLB (Schweiz) AG
René Zwicky, CEO LLB (Schweiz) AG

René Zwicky, CEO LLB (Schweiz) AG

Joaillerie & Uhren

Die Bank, die reinen Wein einschenkt.

Die LLB Schweiz denkt Banking anders: Beziehungen statt Produkte. Vertrauen statt Versprechen. Der Anspruch: Kunden ehrlich begleiten, Chancen und Risiken transparent aufzeigen und ihr Leben ins Zentrum der Beratung stellen. Dabei verbindet die Bank regionale Verankerung mit der Stärke einer in der gesamten DACH-Region tätigen Gruppe. Der CEO der LLB Schweiz, René Zwicky, erklärt, wie ihm das alles gelingt und wie seine Leidenschaft für den Sport seinen Führungsstil prägt.

René Zwicky, man merkt, Sie haben Freude an Ihrem Beruf. Was treibt Sie an?

Die Menschen. Einerseits die Mitarbeitenden, andererseits aber auch das Netzwerk der Menschen; bestehend aus Kundinnen und Kunden und Partnern. Als Bank differenziert man sich nicht über Produkte von Mitbewerbern, sondern über die Leute, die da arbeiten.

Sie faszinieren beim Banking also eher die Begegnungen statt der Zahlen?

Definitiv. Ich möchte an unserem neuen Standort im Modissa-Gebäude möglichst viele spannende Leute zusammenbringen. Kürzlich hatten wir den Brand Club von der DACH-Region und KMU Swiss hier. Zudem ist ein Event mit dem Bionicman angedacht. Er kam ohne Hand zur Welt und möchte nun Kindern, die auch mit einem Handicap geboren sind, Mut machen. Und das ist nur der Anfang: Wir möchten verschiedenen Organisationen eine Plattform bieten. Zu Gast war auch schon der Lions Club Zürich Witikon, von dem ich übrigens Präsident bin. Dabei handelt es sich nicht etwa um den Lions Eishockey-Club, sondern um ein weltweites Netzwerk an Service-Clubs, die sich für gemeinnützige Zwecke engagieren.

Apropos Eishockey: Wie viel hat Ihr Beruf mit Sport gemein?

Sehr viel. Ich habe früher selbst viel Sport getrieben. Gewinnen ist zum grossen Teil Kopfsache. Es ist wichtig, die Stärken seiner Teammitglieder zu kennen – und diese aktiv zu fördern.

Sie stammen ursprünglich aus dem Glarnerland. Ein Kanton als Bühne für die direkte Demokratie, bei der immer noch per Hand auf dem Dorfplatz abgestimmt wird. Wie viel von diesem Glarner Esprit haben Sie in die LLB mitgenommen?

Ich bin ein grosser Fan dieses Systems. Es ist die einzige Landesgemeinde der Schweiz, bei der man aufstehen und direkt zum Traktandum etwas sagen darf – und sogar einen Gegenantrag stellen kann. Ich versuche, möglichst viel von dieser Glarner Denkweise mit in die LLB einzubringen. Es führt zu viel mehr Engagement bei unseren Mitarbeitern. Sie merken, sie sind Teil dieser Reise.

Die LLB-Gruppe wurde 2026 als Europas beste Fondsanbieterin in der Kategorie Small Company ausgezeichnet. Die LSEG Lipper Fund Awards zeichnen Fondsanbieter aus, die Rendite und Risiko über mehrere Jahre hinweg sinnvoll in Balance halten – über drei Anlageklassen hinweg: Aktien, Anleihen und Mischfonds. Um das zu erreichen, braucht es eine scharfsinnige Analyse, eine Portion Intuition… und vielleicht auch eine Prise Glück?

Es braucht vor allem langfristig gute Arbeit. Und ja, wenn die Prise Glück dazukommt, gewinnt man einen Preis. Ich muss aber zugeben, mich interessieren Preise nicht besonders. Natürlich tragen sie dazu bei, die Sichtbarkeit zu erhöhen und zu beweisen, wie wettbewerbsfähig unser Angebot ist. Doch entscheidend sind die Menschen bei der LLB Schweiz. Branding ist wichtig, aber nicht matchentscheidend.

Dieses Magazin rückt unter dem Titel «Form follows aesthetics» Menschen und Unternehmen ins Zentrum, die für Qualität oder Ästhetik die Extrameile gehen. Wo geht die LLB bewusst einen Schritt weiter als andere Banken?

Wir haben ein offenes und ehrliches Interesse am Gegenüber. Der Slogan unserer Kampagne ist sehr bewusst gewählt: Wir schenken unseren Kunden reinen Wein ein. Die LLB will nicht einfach ein Produkt verkaufen, sondern die Gesamtsituation verstehen. Dazu gehören ehrliche Fragen: Wie hoch ist die Risikobereitschaft? Welche Bedürfnisse hat die Kundin? Und wenn der Berater etwas nicht bis ins letzte Detail versteht, lieber kurz innehalten…

Engagement entsteht dort, wo Menschen mitgestalten können.
Tinetta A. Lüthi, Floor Managerin

Tinetta A. Lüthi, Floor Managerin

Joaillerie & Uhren

Das heisst, beim «reinen Wein einschenken» geht es nicht nur darum, dem Kunden eine umfassende Beratung zu bieten, sondern auch zuzugeben, wenn man etwas nicht weiss?

Unbedingt. Man kann nicht immer alles kennen und jede Anlagestrategie ist sehr individuell und persönlich. Falls zusätzliches Know-how für ein gutes Beratungsergebnis notwendig ist, ziehen wir die entsprechenden Spezialistinnen und Spezialisten hinzu.

In einem Interview sagten Sie, dass die Wichtigkeit von Geld überbewertet werde – was wirklich zähle, sei das Vertrauen als Pfeiler des Bankenwesens. Wie sichern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden, gerade heute, nachdem es in den letzten Jahren sehr gelitten hat?

Durch Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und hohe Servicequalität. Auch das neue Büro im Modissa-Gebäude hilft. Es hat eine Strahlkraft, weit über die Stadt hinaus.

Stimmt, es hat schon fast Wohnzimmer-Charakter. Apropos Wohnen und Leben: Manchmal könnte man inmitten des ganzen Daten- und Zahlenkosmos vergessen, was Geld überhaupt ist: Es ist eng mit dem Leben verbunden. Irgendwann werden die Zahlen auf dem Bankkonto zum Eigenheim, zum Studium der Tochter oder zum beruflichen Neustart. Wie gelingt es, dass man die Lebensrealität der Kunden mitdenkt?

Durch genügend Nähe – und die erreicht man wiederum mit physischen Meetings. Gemeinsamkeiten helfen natürlich auch, wenn jemand zum Beispiel wie ich eine Affinität zum Sport hat. Ausserdem fühlt sich der Kunde sicherer, wenn er merkt, dass die Beraterinnen und Berater bei uns alle einen grossen Erfahrungsschatz haben. Ich sah übrigens früher sehr lange sehr jugendlich aus, das kam mir bei meiner Arbeit als Berater gar nicht entgegen. Ich hatte stets das Gefühl, dass an meiner Kompetenz und Erfahrung gezweifelt werde, es stand immer 0:3 gegen mich – noch vor Spielbeginn. Ich eignete mir deshalb in meinen Zwanzigern ein enormes Wissen an, um das zu kompensieren. Meine Kunden waren beeindruckt. Neuer Spielstand: 3:3 – und von da ging’s in die Offensive!

Das Modissa-Gebäude hat eine Strahlkraft, weit über die Stadt hinaus.

Joaillerie & Uhren

LLB (Schweiz) AG
Bahnhofstrasse 74
8001 Zürich
055 285 71 11 www.llb.ch