wineBANK Zürich – Ein Wohnzimmer für Weinliebhaber
Genuss
Genussmenschen, Gastrokenner und Gourmands sind in Zürich gut bedient. Sie können wählen zwischen zahlreichen Weinbars, Restaurants und Afterwork Lounges; zwischen Gartenbeiz und Festsaal; zwischen Eleganz und Coolness. Und doch, etwas hat bis anhin in der Schweizer Metropole gefehlt: das stilvolle Wohnzimmer für Weinenthusiasten. Dank Martin Zuan und Co-Host Anna Amanatidou hat nun die erste wineBANK an der Stockerstrasse 64, mitten im Kreis 1, eröffnet. Das Konzept ist einfach und zugleich einzigartig: Die wineBANK bietet mit einer Fläche von insgesamt über 1000 Quadratmetern einerseits genügend Platz, um all seine Lieblingsweine bei idealer Temperatur zu lagern – ein gemieteter Weinkeller sozusagen. Andererseits ist es eine Art verlängerte Stube, in der man Gleichgesinnte trifft. «Wer in der Stadt wohnen möchte, muss auf das grosszügige Eigenheim mit dem zusätzlichen Zimmer, in dem man seinem Hobby nachgehen kann, und den hauseigenen Weinkeller verzichten. Der Wohnraum im Zentrum ist einfach zu knapp für solchen Luxus», erklärt Martin Zuan. Da kommt die wineBANK ins Spiel: ein Raum ausserhalb der eigenen vier Wände, der sich trotzdem heimelig anfühlt. Ein Ort, um das wöchentliche Treffen mit Kollegen abzuhalten, ein Ort für den Apéro unter Freundinnen, ein Ort der Begegnung. Nebst den eigenen Flaschen, die in den Schliessfächern der wineBANK sicher lagern, kann man hier auch bisher unbekannte Weine von verschiedenen Weinpartnern, wie beispielsweise Terravigna und Veritable, entdecken oder im Loungebereich ein Glas Champagner von Lanson geniessen. Für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt: Mit der Bündner Metzgerei Hatecke, der wohl beliebtesten Metzgerei Zürichs, und Kai-Sushi haben der Verwaltungsratspräsident Zuan und Wein-expertin Amanatidou bewusst zwei ganz unterschiedliche kulinarische Angebote gewählt.
Der Wein im Wandel
Diese Mischung sucht Martin Zuan nicht nur in der Kulinarik, sondern auch bei den Mitgliedern: «Wir möchten, dass sich die Weinneulinge bei uns ebenso wohlfühlen wie die Weinpäpste, die nahezu alles über Wein wissen», so Zuan. Die monatlichen Events – Abende mit Weinmachern, Networking-Anlässe und Masterclasses – bieten Gelegenheit, sich kennenzulernen. Man stellt fest, die wineBANK will kein elitärer Member Club sein, sondern ein bewegter Ort von Austausch und Inspiration. Die Szene müsse sich neu erfinden, ist sich Zuan sicher: weg von dem Pontifizierenden, dem Stereotypen des leicht abgehobenen Wein-kenners. Er wünscht sich mehr Offenheit, mehr Entdeckerlust. Den schrumpfenden Weinkonsum der Generation Z sieht er deshalb nicht als Bedrohung, sondern als Chance, Wein anders zu denken. Klar, die derzeitige Überproduktion sei natürlich eine grosse Herausforderung für die Produzenten. Es ist der Moment, um zu sehen, was Bestand hat – und was nicht. Die Jungen würden zwar grundsätzlich weniger Wein und weniger Alkohol im Allgemeinen trinken, aber zugleich mehr Wert auf eine höhere Qualität legen. Eine positive Entwicklung, findet Zuan.
Ein Schluck Sinnlichkeit im Büroalltag
Wie jung war denn Martin Zuan, als er auf den Wein kam? Die Antwort kommt prompt: 25, als er während eines Urlaubs in Texas eine Flasche Antinori Riserva Chianti Classico trank. In dem Moment entschied er, dass er einen Teil seines Lebens dem Wein widmen wollte. Man merkt, Martin Zuan brennt für Wein. Das ist schon lange so. Dass er diese Passion zum Beruf machte, ist eher neu. Die nachdenkliche Stille der Corona-Zeit löste bei ihm, wie bei vielen, etwas aus: Es muss mehr geben im Leben als Büro. Lange Zeit war er bei der UBS tätig, im selben Turm übrigens, in dem sich nun nebst der Swiss Life auch die neue wineBANK befindet. Der Jurist fand seinen Beruf zwar durchaus erfüllend, aber es fehlte ihm die Sinnlichkeit im Arbeitsalltag, die er schliesslich im Wein entdeckte.
Der Co-Gastgeberin Anna Amanatidou erging es übrigens ähnlich: Auch die Elektroingenieurin suchte ein Gleichgewicht zum fordernden Arbeitsalltag – und auch sie fand es in der Welt des Weins. Die beiden Zürcher Weinliebhaber lernten sich in Athen kennen und merkten, wie ihre Passion sie verband.
«Wein ist zum Trinken da»
Wein verbindet und fasziniert – und das seit vielen Jahrhunderten. Es rankt sich etwas Mythisches, Tiefgründiges, fast schon Sakrales um ihn. «Eine Flasche Wein enthält mehr Philosophie als alle Bücher der Welt», soll Louis Pasteur einmal gesagt haben. Dass er Chemiker und Physiker war, veranschaulicht, wie Wein zugleich wissenschaftliche Önologie und poetische Anziehung verkörpert. Und was ist Wein für Sie, Martin Zuan? «Wein ist konsumierbare Kunst.» Ein Weinproduzent habe jedes Jahr nur eine einzige Möglichkeit, seine Leiden-schaft in eine Flasche zu bringen. «Ich verstehe auch die Leute nicht, die Wein als reine Investitionsmöglichkeit betrachten. Wein ist zum Trinken da.» Und eines habe er gelernt: Der gleiche Wein schmeckt viel besser, wenn man ihn mit einem guten Freund trinkt, anstatt ihn allein zu degustieren.
Und wahrscheinlich ist die wineBANK auch dafür gedacht: An einem gemütlichen Ort, unter vertrauten Menschen einen altbekannten Wein zu öffnen – und ihn plötzlich neu zu entdecken.
wineBANK Zürich AG
Stockerstrasse 64
8001 Zürich
zuerich@winebank.ch winebank.ch