25 Jahre Art Forum Ute Barth – Da, wo Kunst nicht eilen muss

Larissa Groff 10.07.2026

2 Minuten

Kunst
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25 Jahre Art Forum Ute Barth – Da, wo Kunst nicht eilen muss
Dieter Kränzlein Marmor Skulptur 2025

Dieter Kränzlein Marmor Skulptur 2025

Kunst

Was einst als Fortführung des Galerieprogramms in Zürich-Witikon begann, hat sich über die Jahre zu einer festen Adresse für moderne und zeitgenössische Kunst entwickelt. Das Jubiläum feiert das Art Forum Ute Barth in einer Gruppenausstellung, die verschiedene Künstler vereint, mit denen Ute Barth teilweise seit Jahrzehnten zusammenarbeitet.

Diese langfristige Begleitung von Kunstschaffenden ist es auch, was die Galeristin auszeichnet. Nach einem Studium der Kunstgeschichte und zehn Jahren im Kunsthandel gründete Ute Barth 1995 ihr eigenes Art Forum. Seither versteht sie sich nicht nur als Vermittlerin zwischen Kunst und Markt. «Eine Galerie ist kein Showroom, sondern ein Resonanzraum», findet sie. Ein Ort also, an dem Kunst nicht bloss präsentiert, sondern weiterentwickelt wird.

Da wo andere schnelle Trends bedienen, setzt Ute Barth auf langfristige Entwicklung.

Kunst

Besonders am Herzen liegt ihr die Förderung junger Künstler. Mit dem Young Art Award für Kunstschaffende unter 33 Jahren bietet das Art Forum regelmässig eine Plattform für Nachwuchstalente. Der Förderpreis ist Ausdruck einer Überzeugung, die sich durch die gesamte Galerietätigkeit zieht: Kunst braucht Räume, in denen sie wachsen darf, ohne sich sofort dem Diktat des Marktes unterordnen zu müssen.

Wie nachhaltig dieses Engagement wirken kann, zeigt das Beispiel von Anna Handick. Die Künstlerin, die heute in Nicaragua lebt und arbeitet, wurde bereits vor 14 Jahren mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Vom 6. September bis 10. Oktober 2026 ist sie mit ihrer Ausstellung «Kein Ich ohne Wir» erneut im Art Forum Ute Barth vertreten.

Auch die Jubiläumsausstellung steht im Zeichen der Verbundenheit und des Dialogs. Sie vereint etablierte Positionen mit jüngeren Stimmen und spannt einen Bogen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. So treffen die stillen, farbintensiven Bildwelten des deutschen Malers Eberhard Ross auf die präzise gearbeiteten Skulpturen von Dieter Kränzlein. Während Ross mit fein geschichteten Farbräumen arbeitet, die eine beinahe meditative Wirkung entfalten, entstehen bei Kränzlein durch Fräsungen und Einschnitte strukturierte Objekte, deren Erscheinung sich mit jedem wechselnden Lichteinfall verändert.

Die Ausstellung anlässlich des Jubiläums zeigt damit exemplarisch, wofür das Art Forum Ute Barth seit einem Vierteljahrhundert steht: für den Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen, Medien und künstlerischen Perspektiven. In einer Kunstwelt, die oft von Geschwindigkeit geprägt ist, setzt Ute Barth auf Kontinuität und die Überzeugung, dass Kunst Zeit braucht, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

Art Forum Ute Barth
Kartausstrasse 8
8008 Zürich
076 564 63 67 artforumutebarth.com

Eberhard Ross fermata Öl auf Leinwand 55 50 2 cm

Eberhard Ross fermata Acryl auf Leinwand 110 100 2 cm